On the road mit dem Michelmobil

Michelmobil-Titel

Vor einiger Zeit hatte ich die Gelegenheit das michelmobil auszuprobieren. Michel was? Ja, so heißt das tolle Lastenfahrrad von Steffen Mebes. Der Berliner lebt schon lange seine Fahrradleidenschaft gepaart mit einer großen Begeisterung für eigene Konstruktionen. So entwickelte Mebes nach dem Studium zunächst Spielplatzgeräte, bis ihn nach der Geburt seines Sohnes der Ehrgeiz packte und er ein Fahrrad für die ganze Familie bauen wollte. Herausgekommen ist das michelmobil.

Nun konnte ich es für ein paar Tage testen. Meine kleine Sportskanone kann zwar schon längst selbst in die Pedalen treten, aber bei dem Stadtverkehr den wir täglich durchkreuzen müssen, fand ich es sehr angenehm, das Kind bei mir und damit unter Kontrolle zu haben. Also habe ich das michelmobil bei den Jungs von Ahoi-Velo abgeholt. Nach einem kurzen Check und Erklärung seitens der Velo-Jungs, hieß es dann für mich auf, auf und kräftig in die Pedale treten. Ähh ja, und dann bin ich gleich mit dem ganzen Ding den Bordstein runter gedüst und fast in ein Auto gekracht. Aha, also schnell lenken wie auf einem Zweirad: Is nicht. Ein Cargobike hat eben andere Kräfte, dass weiß ich jetzt. Außerdem ist es mega schwer, so dass man es erst nach einiger Zeit gut manövrieren kann.

Als ich mich und das Mobil gefangen hab, bin ich zum Kind gefahren und habe es gleich auf eine Probefahrt eingepackt. Na der hat ja vielleicht gestaunt, mit was für einem Ding die Mama da angebraust kam. Und er hat es auf den ersten Blick geliebt. Sich brav angeschnallt und „Los Mama, SCHNELLER!!“ gejubelt.

Im Gegensatz zu klassischen Lastenrädern richtete Steffen Mebes die Entwicklung auf moderne Familien aus. Sicherheit, Wendigkeit und der komfortable Umgang waren seit der ersten Stunde der Entwicklung sehr wichtige Kriterien. Die kompakte Bauweise der michelmobile garantiert einen bequemen Umgang und kommt den gesamten Fahreigenschaften zugute. Die Handhabung muss man allerdings mit der Zeit lernen. Gerade wenn man vorher noch nie ein Cargobike gefahren ist, so wie ich…

 

Michelmobil

 

SAFETY FIRST!

Anders als andere Lastenräder sind beim michelmobil die Seitenwände mit Verkleidung sowie Rahmenkonstruktion und Lehne bewusst hoch angelegt, damit der Kopf bei einem seitlichen Aufprall geschützt ist. Zusätzlich sichert ein Drei-Punkte-System die kleinen Mitfahrer, von denen insgesamt zwei mitfahren können. On top ist das Bremssystem sehr ausgeklügelt: Steht man an der Ampel, kann man die Bremse feststellen und kurz entspannen. Die fein abgestimmte Schaltung ist ebenfalls super und schaltet zu jedem Zeitpunkt, was enorm förderlich ist, wenn auf einmal eine Windböe von vorne kommt und man auf einmal still zu stehen scheint.
Durch die Verlagerung des Gewichts in die Fahrradmitte, wird beim Aufstehen und Aussteigen des Kindes ein Kippen nach vorne verhindert. Zusätzlich ist es auch gewährleistet, dass wenn man ohne Last unterwegs ist und sich mal so richtig in die Kurve lehnt, dass das Bike umkippt. Soll es geben, meinte einer der Ahoi-Velo-Jungs.

 

STYLE

Schön ist, dass die gesamte Fertigung im Umland von Berlin erfolgt. Die regionale Nähe zu den Produktionspartnern ermöglicht den Machern alle Produktionsschritte persönlich zu überschauen und in enger Zusammenarbeit abzustimmen. Das gibt nicht nur dem Käufer ein gutes Gefühl (was bei knapp 3000 Euro ganz gut kommt), sondern macht sich auch beim Design sichtbar und zieht damit einige Blicke auf sich!

BOLD_michelmobil_-Allwetterverdeck BOLD_michelmobil_-Sportsitzpolster

 

 

 

TEST TEST TEST

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist und in einer dieser Städte wohnt (Berlin, Hamburg oder München) kann sogar eine Probefahrt machen. Auf www.michelmobil.com oder direkt bei den Händlern wie Ahoi-Velo kann man eine Probefahrt vereinbaren. Und die kann ich nur jedem empfehlen. Denn es ist schon ein gravierender Unterschied ob man nun ein Zweirad oder ein Lastenrad fährt. Außerdem ist das michelmobil zeitweise sehr behäbig, z. B. wenn man durch enge Straßen oder kurvige Wege fahren muss. Das sollte man alles vorher einmal austesten. Und dann: Gute Fahrt!!



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