Mini-Retreat: Ritz-Carlton Wolfsburg

Auch wenn unser letzter Urlaub noch gar nicht sooo lange her ist: Ich war vor ein paar Wochen schon wieder mächtig drüber und brauchte dringend mal eine Auszeit. Und zwar schnell. Das bevorstehende Oster-Wochenende fiel dabei perfekt ins Timing. Einziges Manko: Wir waren Ostersonntag zur Familie in den Harz eingeladen. Mmmh, irgendwas auf dem Eck wäre also ganz gut, dachte ich mir und bin schnell auf das Ritz-Carlton in Wolfsburg gestoßen. Ich war sofort hin und weg und habe uns direkt für drei Tage eingecheckt.
„Ah ja, Wolfsburg. Na dann, viel Spaß!“ wurde ich noch von meinen Freundinnen spöttisch verabschiedet. Ehrlich gesagt, war ich mir auch nicht so sicher was uns erwartet. Bis auf ein gigantisches Hotel und eine Führung durch die Autostadt war alles offen…

 

Industriell

 

Am Karfreitag ging es also los und nach knapp zwei Stunden waren wir da: In der sogenannten Autostadt. Ein Areal, das sich auf 28 Hektar erstreckt, voller Grün und Wasseranlagen ist und jede Menge zeitgenössische Architektur beherbergt. Am Ende dann das Ritz-Carlton, direkt vor einer umwerfenden Kulisse: Dem denkmalgeschützten Volkswagen Kraftwerk mit den vier sehr prägnanten Schornsteinen. Nach einem sehr herzlichen Willkommen nahmen wir einen kleinen Snack im hauseigenen Deli und haben uns dann aufgemacht zu einer zweistündigen geführten Tour durch das Gelände.

 

DELI-2

 

Auf Punkt 1 unserer Entdeckungsrunde standen die verschiedenen Marken-Pavillons. Also unter uns Mädels: Ich bin echt kein Auto-Freak, aber was da für flotte Kutschen standen, Mann, Mann, Mann. Da hätte ich jetzt auch nicht nein gesagt. Zum Beispiel bei dem verspiegelten Bugatti (!!) oder dem feuerroten Lamborghini. Die waren so obermäßig cool, dass selbst ich noch tagelang ins Schwärmen geriet.

 

Bugatti

 

Noch interessanter fand ich allerdings das Zeithaus. Hier wird gut dosiert die Geschichte des Automobils nachgezeichnet – natürlich zum größten Teil mit VWs, aber es gibt auch andere „Meilensteine“ und so finden sich ca. 70 unterschiedliche Marken aus der Auto-Welt wieder. Darunter einer der ersten Wagen von Hanomag. Mein Highlight: Der DeLorean DMC-12 von Zurück in die Zukunft. Und natürlich der 1-millionste Käfer in Gold und mit Strasssteinen!!! Kreischalarm, sag ich euch…

 

Backtothefuture

 

Kaefer

 

Nach so vielen neuen Eindrücken war es höchste Zeit für eine kurze Auszeit im Hotel. Ich schwang mich also schnell in den Badeanzug, verabschiedete mich von meinen Jungs und sprang in den herrlichen Außenpool. Keine Sorge, der ist beheizt und bietet on top wieder ein atemberaubendes Panorama auf die Industrie-Schornsteine.
Abends ließen wir es uns dann lecker schmecken im hauseigenen Terra-Restaurant. Terra steht übrigens für die Ursprünglichkeit des Geschmacks. Und was ich besonders gut finde: Die Zutaten werden von ausgesuchten Klein- und Kleinstbetrieben aus der Region geliefert und auf natürliche und unverfälschte Weise verarbeitet. Für die Anti-Tier-Esser unter uns: Ja klar, es gibt auch ausreichend vegetarische und vegane Speisen auf der Karte!

Spa

„Mama, Papa aufstehen, ich möchte doch heute meinen Führerschein machen!“ Ja, in etwa so wurden wir am Samstag in aller Frühe geweckt. Ähh, ok. Aber vielleicht gar keine so schlechte Idee, direkt um 9 Uhr im Mobiversum zu sein, wo Kinder zwischen 5 und 11 Jahren einen Kids-Führerschein machen können. Und genau wie bei den Erwachsenen, muss auch hier zuerst gebüffelt werden: Die Kinder-Verkehrsschule der Autostadt geht mit ihnen wesentliche Begriffe des Straßenverkehrs und Verhaltensweisen wie Vorsicht, Umsicht und Rücksicht durch. Danach geht es zum praktischen Teil auf das Freigelände am Mittellandkanal. Mit maximal vier Stundenkilometern fahren die Mini-Prüflinge über einen realistischen Straßenparcours und meistern Verkehrssituationen wie Geh- und Radwege, Zebrastreifen oder Ampeln. Ich muss nicht betonen, dass DAS für den Junior das Highlight des gesamten Trips war!?

 

Autostadt-Kids-Parcour

Welcher darf’s denn sein? Neben unzähligen Beetles gibt es auch einen Porsche als Fahrschulauto. Wer den bekommt, darüber entscheidet das Los.

 

MiniAuto

 

 

Autostadt-Parcour

 

Nach dieser ganzen Aufregung war es dann aber erst Mal genug mit Autos. Der Mini tobte sich noch im Mobiversum aus, das unter anderem diese überdimensionale wurzelähnliche Skulptur beinhaltet, wo Kids herrlich balancieren, klettern und toben können.

 

Mobiversum

 

Dann sind wir aber zum nächsten Event-Punkt aufgebrochen: Dem Phaeno. Das liegt nur ca. 5 Geh-Minuten entfernt von der Autostadt. Einfach über die Mittellandkanal-Brücke und schon ist man in der Wolfsburger Innenstadt. Das Phaeno, das übrigens von Zaha Hadid entworfen wurde, ist ein Science Center und bietet über 350 (!) interaktive Experimentierstationen (davon sind rund 40 von Künstlern gestaltet) und machen Naturwissenschaft und Technik mit verschiedenen Sinnen erfahrbar.  Ich sag euch, eigentlich braucht man da mindestens einen Tag, um alles zu erkunden. Aber nach 3 Stunden war für uns Schluss, denn wir bzw. ich hatte noch weiteren Punkt auf meiner Weekend-To-do-Liste: Das Outlet-Center. Wir ihr wisst, bin ich ja eine kleine Schnäppchenjägerin und da kann ich mir solche Gelegenheiten einfach nicht entgehen lassen. Der Junior wurde mit dem Ausblick auf neue Turnschuhe geködert und der Mann, mmmh, der musste nun mal mit. Und das Wetter war so herrlich, dass das Ganze auch alles recht entspannt ablief. Für mich ist leider nichts herausgesprungen. Dafür hat das Kind jetzt neue Frühlings-Sneaker. Erst abends sind wir wieder in die Autostadt zurück gekehrt und haben uns auf ein gemütliches Abendessen im Pizza Amano gefreut. Denn dort können Mamas und Papas entspannt am Weinchen nippen, während die Kids ihre Pizzen selber machen. Abends sind wir dann zum Ausklang noch mal durch die schöne Parkanlage gelaufen.

 

Schornsteine

 

Den Sonntag startete ich mit einem kurzen Spa-Aufenthalt: Schwimmen und Sauna. Man, das könnte ich jedes Wochenende haben! Anschließend haben wir uns mit vielen Leckereien am Frühstücksbuffet die Bäuche voll gefuttert. Und dann durfte der Mini endlich draußen zwischen dem ganzen Grün auf Eiersuche gehen. Anschließend hatten wir noch ein letztes Action-Item für das Wochenende: In die Kinder-Werkstatt gehen und dort Ostereier für Oma und Opa basteln. Das war noch mal ein richtig schöner Spaß zum Ausklang von diesem perfekten Wochenende!

 

Autostadt

 

Und dann hieß es leider Abschied nehmen… Auch wenn es nur drei Tage waren: Dank der vielen Activities und der tollen Umgebung direkt am Mittellandkanal war es eine schöne Auszeit, die ich wirklich nur weiterempfehlen kann: Für mich hat sich Wolfsburg als echtes Familien-Hideaway entpuppt. Das habe ich übrigens auch sofort all meinen Freundinnen unter die Nase gerieben…

 

Abschied

 


 

Wolfsburg-Tips

Autostadt – Hier gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Angefangen bei den verschiedenen Markenpavillons (z. B. Bugatti, Lamborghini, Skoda, VW), das Zeithaus-Museum (mit der Geschichte des Automobils), die Autotürme, wo die Neuwagen stehen und darauf warten, abgeholt zu werden und das Mobiversum, wo Kids z. B. ihren Führerschein machen können. Außerdem gibt es saisonal immer wieder Veranstaltungen und Workshops für Kinder, die nicht immer zwingend etwas mit Autos zu haben!

Phaeno –  Das Science-Center mit immer wechselnden Ausstellungen und Experimente-Shows.

Outlet-Center – Hier kann man Marken wie Adidas, Ralph Lauren, Sigikid, Michael Kors oder Liebeskind bis zu 70 % günstiger shoppen

Volkswagen-Arena – Und natürlich kann man sich hier auch ein Fußball-Spiel der Wölfe angucken. Das Stadion ist auch fußläufig von der Autostadt entfern.

 

Vielen Dank an das Ritz-Carlton für die entspannte Zeit!

 

 

 

RitzCarlton

 

Fotos: Holger Brügge, Uwe Walter